Leipziger Agenda 21

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Initiativen zur Weiterentwicklung der Engagementförderung Bürgerbeteiligung in Leipzig


Gemeinsam mit dem Agenda-Büro hat die Freiwilligen-Agentur Leipzig e.V. ein Bürgergutachten erstellt, um Vorschläge und Strategien zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements in Leipzig zu erarbeiten.

Über ein Zufallsverfahren wurden Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig eingeladen, 35 Personen haben daran mitgewirkt.

Zusammenfassung der Ergebnisse



Um Ansatzpunkte für eine effektive Förderung zu finden, wurden die wesentlichen Motive freiwilligen Engagements betrachtet. Entscheidende Faktoren sind dabei die Möglichkeit, Themen/Inhalte zu bearbeiten, die den Betreffenden wirklich am Herzen liegen, bei denen sie Wirkungen bzw. Ergebnisse erleben können und bei denen sie ihre persönlichen Kompetenzen gut einbringen können. Für viele ist darüber hinaus der Aspekt des Helfen-Könnens und der Tätigkeit in Gemeinschaft wichtig.

Neue Mitwirkende zu finden und zu gewinnen ist für bestehende Initiativen oder Vereine eine große Herausforderung. Es stehen praktisch keine Kommunikationsmittel zur Verfügung, mit denen eine Mehrheit der Gesellschaft erreichbar ist, vielmehr sind die Kommunikationsgewohnheiten sehr ausdifferenziert. Daher ist eine genaue Zielgruppenorientierung und die gleichzeitige Nutzung verschiedener Kommunikationsmittel und Wege notwendig. Die mit Abstand erfolgversprechendste Kommunikationsform ist die direkte persönliche Ansprache.

Bei der Werbung ist es wichtig sowohl konkrete Informationen zum Anliegen und der erforderlichen Tätigkeit zu vermitteln als auch emotional zu berühren. Die stellt hohe Anforderungen an die Professionalität der Kommunikation.

Um angesprochene Personen für ein längerfristiges Engagement zu gewinnen, darf anfängliches Interesse nicht als permanente Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Besonders wichtig für die gute Integration in einen Verein, eine Initiative oder eine andere Einrichtung ist ein persönlicher Ansprechpartner, der Zeit hat, einzuführen und fortwährend bei Fragen oder Problemen greifbar ist.

In Organisationen, die über kleine, überschaubare Gruppen hinausgehen, erfordert das Gewinnen, Integrieren und Halten ehrenamtlich Tätiger eine professionelle, hauptamtliche Kernstruktur. Hierfür werden verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten erwartet.

Mit zunehmender Dauer des Engagements gewinnt die Anerkennungskultur an Bedeutung. Besonders wichtig sind dabei die vielen Möglichkeiten des unmittelbaren Dankes im Zusammenhang mit der Arbeit. Auch in der laufenden Öffentlichkeitsarbeit der Organisationen liegen Potenziale zur Anerkennung. Organisierte Formen der Würdigung sollten als mögliche Ergänzung betrachtet werden.

An die Stadt Leipzig wird die Erwartung herangetragen, das vielfältige Engagement inhaltlich ernst zu nehmen und Wert zu schätzen. Auch wenn Probleme oder Kritiken Gegenstand des Engagements sind, wird ein offener und transparenter Umgang damit erwartet. Auch hier gilt, dass organisierte Formen der Würdigung nur als Ergänzung zur inhaltlichen Würdigung wirken können.

Auch andere Organisationen können Beiträge zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements leisten, etwas Unternehmen in ihrer Rolle als Arbeitgeber, das JobCenter oder andere staatliche Ebenen (Bund, Land).

Von der Freiwilligen-Agentur Leipzig e.V. wird erwartet, dass sie sich organisationsübergreifend als Anwalt des bürgerschaftlichen Engagements versteht und für eine Weiterentwicklung der Anerkennungskultur wirkt.

Die Erstellung des Gutachtens wurde unterstützt durch eine Spende der VNG-Stiftung.