Leipziger Agenda 21

Lokale Agenda in Leipzig [www.LeipzigerAgenda21.de]



Globaler Hintergrund und Einbettung


Der Begriff



AGENDA = WAS ZU TUN IST, TAGESORDNUNG
21 = für das 21. Jahrhundert

Auslöser der Bewegung für nachhaltige Entwicklung war die UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung, die 1992 in Rio de Janeiro als Abschlussdokument die Agenda 21 verabschiedet hat. Diese Agenda ist ein globales Handlungsprogramm. Sie wurde von den meisten Staaten der Erde, so auch von Deutschland, unterzeichnet.
Im Originaltext ist von "Sustainability" die Rede - in der deutschen Übersetzung spricht man von zukunftsbeständiger oder zukunftsfähiger Entwicklung. Diese Entwicklung erfordert, die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Grundbedürfnisse aller Bewohner/innen einer Gemeinde zu befriedigen, ohne die natürlichen, gebauten oder sozialen Systeme zu gefährden, die zur Daseinsvorsorge nötig sind.
In der Rio-Agenda werden Anforderungen für eine nachhaltige Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene dargestellt. Dabei werden die Kommunen weltweit aufgefordert, eigene Handlungsprogramme (Lokale Agenden) zu erarbeiten.

Leipzig befindet sich zusammen mit mehreren tausend Städten und Gemeinden weltweit auf dem Weg zu einer lokalen Agenda. Allein in Deutschland sind inzwischen in etwa 2.600 Kommunen, darunter in fast allen Großstädten solche lokalen Agenda-Prozesse in Gang gesetzt worden. Einen Überblick über Aktivitäten in Deutschland vermittelt die Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda in Bonn



Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie



Als deutschen Beitrag zur Johannesburg-Konferenz hat die rot-grüne Bundesregierung 2002 die erste Nationale Nachhaltigkeitsstrategie unter dem Titel "Perspektiven für Deutschland" vorgelegt. Sie beschreibt Leitbilder, Indikatoren und Schwerpunkte der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung in Deutschland.
Nationale Nachhaltigkeitsstrategie


Die UN-DEKADE "Bildung für nachhaltige Entwicklung"



Die Vereinten Nationen rufen für die Jahre 2005 bis 2014 eine Dekade für nachhaltige Bildung bzw. Bildung für Nachhaltigkeit aus. Dabei geht es um das Ziel, das Thema zukunftsfähige Entwicklung in allen Bildungsbereichen zu verankern. Als bisher einziges offizielles Projekt aus Sachsen ist eins von der Leipziger Carl-von-Linné-Schule in Eutritzsch anerkannt worden ("Systemische Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Unterricht und Schulleben"). Aufgerufen zur Beteiligung sind aber nicht nur Schulen, sondern alle, die mit Bildung zu tun haben: Berufsschulen, Kindergärten, Vereine bis zu Universitäten.
Weitere Informationen zur UN-Dekade