Leipziger Agenda 21

Lokale Agenda in Leipzig [www.LeipzigerAgenda21.de]



Theoretische Grundlagen der nachhaltigen Entwicklung


Definition nachhaltiger Entwicklung



Die Leipziger Agenda 21 bezieht sich im Grundsatz auf die Nachhaltigkeitsdefinition aus dem Brundtland-Bericht von 1987: „...(a) development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“

Prinzipien der Nachhaltigkeit



Eine nachhaltige Entwicklung natürlicher Systeme kann durch vier grundlegende Prinzipien beschrieben
werden:

  • der Erhalt der natürlichen Ressourcen, das heißt langfristig nur so viele Ressourcen in Anspruch zu nehmen, wie sich auch wieder regenerieren können (und in Bezug auf unsere Situation auch die Nutzung nichterneurbarer Ressourcen durch erneuerbare zu ersetzen).

  • das Respektieren von Belastungsgrenzen, das heißt dass ein System nicht stärker durch schädliche Einflüsse belastet werden darf, als es aufnehmen bzw. verkraften kann (z.B. durch Eintrag von Schadstoffen in den Boden, die Gewässer, die Luft etc.)

  • die Stärkung der Widerstandsfähigkeit, d.h. Die Fähigkeit eines System, störende Einflüsse von außen abzufedern und ihnen zu widerstehen (z.B. durch den Erhalt biologischer Vielfalt)

  • die Förderung der Entwicklungsfähigkeit, das heißt der Antriebskraft des Systems für innovative Veränderungen mit dem Ziel weiter entwickelte, vollkommenere Zwischenzustände zu erreichen (z.B. neben der biologischen Vielfalt als einer Voraussetzung auch die Gewährleistung eines Austausches zwischen Teilsystemen, verbunden mit Einflüssen, die als Herausforderung für eine Veränderung wirken.)

Für gesellschaftlicher Systeme sind zusätzlich noch mindestens zwei Prinzipien wesentlich:

  • die Verteilungsgerechtigkeit, das heißt die Gewährleistung eines ausgewogenen Zugangs zu den Ressourcen und den Produkten der Gesellschaft (z.B. in Form von Nahrungsmitteln, Schutz, Mobilität, Bildung etc.)

  • die globale Verantwortung, das bedeutet, dass das lokale System nur funktioniert, wenn es im globalen Kontext keine negativen Auswirkungen produziert (z.B. in Form von Rohstoffausbeutung, Export von Abfällen, Vernichtung von Lebensräumen und biologischer Vielfalt, Armut sowie menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen)


Aus diesen Prinzipien und den speziellen Bedingungen und Herausforderungen in der Stadt Leipzig wurden Leitziele für die nachhaltige Entwicklung in Leipzig herausgearbeitet.